Auf dem Weihnachtsmarkt 2025 verkauften die Aktiven des SPD Ortsvereins Löhnberg selbstgebackene Weihnachtsplätzchen. Wie damals angekündigt, wurde der Überschuss jetzt an das Frauenhaus in Limburg gespendet. 350 € waren so zusammengekommen, die aus Reihen der SPD auf 500 € aufgestockt wurden.
Zur symbolischen Übergabe war Anette Geis vom Frauenhaus nach Löhnberg in das MGH gekommen und berichtete den Sozialdemokraten von Ihrer Tätigkeit. Der Verein „Frauen helfen Frauen e.V.“, der das Frauenhaus betreibt, sei vor rund 40 Jahren gegründet worden. Vor rund 30 Jahren wurde eine Immobilie erworben, in der 24 Plätze für Frauen und deren Kinder, die wegen häuslicher Gewalt Schutz benötigen, vorgehalten werden und die meist voll belegt sind, wie Anette Geis erklärte.
Fünf pädagogische Mitarbeiterinnen kümmern sich um die Belange der Frauen und Kinder, außerdem eine Hausmeisterin, die für die Reparaturen zuständig ist und eine Hauswirtschafterin, die für die Sauberkeit sorgt.
Wichtig ist dem Verein auch, als „Frauenhaus, Beratungs- und Interventionsstelle“ verstanden zu werden, denn nicht alle Frauen, die von häuslicher Gewalt betroffen seien, müssten ins Frauenhaus. Dafür biete der Verein auch externe Beratungen, persönlich, telefonisch und online in der Beratungsstelle an.
SPD-Vorsitzender Frank Schuster bedankte sich bei den Käufern der Weihnachtsplätzchen, von denen viele deutlich mehr als die verlangten 4 € für ein Päckchen gezahlt hatten. So sei der erfreuliche Betrag zusammenkommen.
Üblich sei es, dass die Städte und Gemeinden im Landkreis Zuschüsse an das Frauenhaus zahlten. Löhnberg gehöre leider nicht dazu, was Fraktionsvorsitzender Klaus Reis bestätigte. Bei der SPD hält man es für unglücklich, dass zwar das Tierheim zu Recht Geld erhalte, für das Frauenhaus aber nicht einmal ein symbolischer Betrag von vielleicht 500 € – also etwa 10 Cent pro Einwohner und Jahr – zur Verfügung gestellt würde.
Foto: v. l. Klaus Reis und Volker Weber vom SPD-Ortsverein, Anette Geis vom Verein Frauen helfen Frauen, Frank Schuster, Anne Lawall-Schaad und Phil Ketter von der SPD.
